Neue ICE-Trasse: Sprinter sollen nicht in Erfurt halten
Porträt
Ein Konzept der Bahn sieht vor, dass nach Fertigstellung der Neubaustrecke Sprinter-ICE in Erfurt durchfahren. Foto: Tino Zippel
Die Deutsche Bahn hat intern ein erstes Konzept für den Fernverkehr vorgelegt für die Zeit ab 2017, wenn die ICE-Neubaustrecke durch Thüringen fertig wird. Es geht davon aus, dass die ICE-Linie von Berlin nach München in vier Varianten operiert - und nicht alle sind optimal für Thüringen.
Erfurt. So wird es neben Sprinterzügen auch Verbindungen über die Altbaustrecke mit Stationen in Jena und Saalfeld geben, allerdings nur in Tagesrandlagen. Das Konzept sieht vor, am Morgen einen Zug von Leipzig nach München anzubieten. Abends soll je ein Zug von Berlin nach München und von München nach Berlin rollen mit der Option auf ein zweites Zugpaar. Zwar fährt der ICE weiter auf der Saalebahn, allerdings haben in vergleichbaren Fällen Züge in Tagesrandlagen nicht lange überlebt, weil sie von den Kunden nur zögerlich angenommen werden. Tagsüber fehlt eine Anbindung mit Fernzügen nach München und viel wichtiger nach Berlin. Ostthüringer Fahrgäste müssen den Umweg über Erfurt und die entsprechenden Mehrkosten in Kauf nehmen. Dort sollen laut Konzept im Stundentakt Züge nach Berlin und München abfahren. Diese nehmen unterschiedliche Routen. Linien, die von München über die Schnellfahrstrecke über Ingolstadt nach Nürnberg kommen, nehmen im Norden den zeitlich längeren Weg über Leipzig. Fahren die Züge im Süden über die langsamere Strecke über Augsburg, wählen sie im Norden die schnellere Tour über Halle nach Berlin. Die Züge sollen acht Minuten in Erfurt halten, um den Übergang zu den ICE nach Dresden und Frankfurt zu ermöglichen.
Als vierte Variante sieht die Bahn Sprinterzüge vor. Sie sollen durch entsprechend kurze Fahrzeiten mit dem Flugzeug konkurrieren. Das gelingt, indem zwischendurch nicht gehalten wird. Ärgerlich für Thüringen, das große Summe aus dem eigenen Verkehrsetat in den Streckenbau investiert: Die schnellsten ICE über die Neubaustrecke fahren durch, halten nicht einmal in Erfurt. Dafür rechnet die Bahn intern mit einer Fahrzeit zwischen Berlin und München von 3:30 Stunden bis 3:45 Stunden. Das Angebot soll es vor allem morgens und abends geben. Eine Bahnsprecherin wollte sich auf OTZ-Anfrage nicht zum Konzept äußern, da es sich um Planungsstände handele.
Neue ICE-Trasse: Sprinter sollen nicht in Erfurt halten
Kommentare
07.01.11 - 10:48
Bernhard nervt
@Bernhard Sie sind ja wirklich der Wisser. Wenn Sie so laut herausposaunen, dass sich die NBS lohnen wird, können Sie das sicher auch begründen. Bei der letzten Bewertung lag die 8.1 bei 1,8, mit 2 FV-Linien und fast 200 Güterzügen pro Tag. Jetzt sind noch eine Linie und etwa, glaubt man dem BMVBS, 10 Güterzüge pro Tag davon übrig, die Kosten hingegen ordentlich gestiegen. Da Sie ja der Kenner sind, wissen Sie um den Einfluß des SGV auf die Wirtschaftlichkeit und welche Auswirkung die genannten Faktoren auf die Wirtschaftlichkeit haben. Oder wollen Sie jetzt ernsthaft behaupten, dass tatsächlich einmal reger Güterverkehr auf der Strecke herschen wird? Trotz Begegnungsverbot, ähnlichen Steigungsverhältnissen wie auf der Frankenwaldbahn und sauteuren Trassenpreisen? Wirlich eine topmoderne Strecke, ich lach mich schlapp.
28.09.10 - 22:42
Franken statt Sachsen!
21.09.10 - 16:07 ubahnfahrn sagt: Wenn OSTthüringen von der Landesregierung nicht beachtet wird, einfach nach WESTSachsen umgemeinden lassen :)_________Ich sage zurück: Wenn es darauf hinausläuft das Westthüringen, Mittelthüringen, Südthüringen und Nordthüringen nur dann auf Ostthüringer Städte zählen können wenn alles Geld nach Osthüringen fließt damit die sachsen zufrieden sind...dann kann ich auf solche undankbaren Osthüringer verzichten...den Fair ist das nicht immer gleich mit der Umgemeindung nach Sachsen zu drohen wennn Ostthüringen von der Gesammtthüringer Infrastruktur nichts den Menschen aus dem Hainich, Rhön, Augsburg, Coburg, Eisenach, Ilmenau, Suhl, Gotha, Erfurt, Mühlhausen...gönnen will. ich dreh den Spieß dann mal um. Gleiches mit gleichem. Osthüringen zu Sachsen und Sachsen Anhalt. West-Mittel-Süd-Nord Thüringen zu Hessen und Bayern...mit denen kann man wenigstens gemeinsam Infrastrukturprojekte bauen. Aber immer wenns an Sachsens grenzen nicht langeht, wird aus der Sächsischen Lobby gestichelt.
28.09.10 - 22:32
jeder schreit der keine Gelder bekommt und giert voller Neid?
Es muss nicht jeder ICE in Erfurt halten wenn es jeder zweite ist reicht das auch. Ich fahre seit 10 jahren Bahn und Ärger habe ich nur auf alten Strecken wie der über HOF JENA oder Halle Leipzig..andauernd Bauarbeiten und SChienenersatzverkehr während die viel stärker frequentierte Strecke Hamburg Göttingen mit viel weniger Bauarbeiten und Schienenersatzverkehr auskommt. Was will ich über die Tschecchisce Grenze fahren? Ich will nicht mal nach Leipzig. Ich will einfach schnell von München nach Berlin Frankfurt Main oder Hamburg. Sachsen und HOF ist für mich nur eine Provinzposse. Da ist mir Nürnberg-Coburg lieber.
28.09.10 - 09:31
Bernhard
@ Bernhard nervt: Wissen Sie eigentlich, was für einen Unfug Sie schreiben? Die neue ICE-Strecke als leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung ist ein kompletter Neubau, weil sich keine bestehende Verbindung brauchbar ausbauen läßt. Deswegen wurde vor Jahren ausch die Strecke zwischen Hannover und Würzburg neu gebaut. Die Strecke von Dresden über Leipzig nach Fulda und Frankfurt wurde wenigstens streckenweise auf 160 km/h ertüchtigt, was sie allerdings immer noch nicht zu einer modernen Strecke macht. Der löbliche Gedanke, die völlig untaugliche MDV ernsthaft zu beschleunigen, würde in einem völligen Neubau enden, wobei die Städte aus raumplanerischen Gründen gar nicht mehr direkt angefahren werden könnten. Schon vor über 100 Jahren war des den Planern zu teuer, die MDV in Jena kurzfristig in die Saalebahn einzubinden und e i n e n Bahnhof in der Stadt für b e i d e Strecken zu haben. So trifft die MDV in der "Metropole" Göschwitz auf die Saalebahn, wo natürlich kein ICE hält. Ich lasse mir die neue ICE-Strecke nicht schlecht reden. Sie sprechen von Potential auf der MDV, meinetwegen, aber die neue Bahnstrecke von Leipzig/Halle nach Nürnberg wird sich lohnen. Und wenn die MDV noch ein bisschen ausgebaut sein wird, dann ist Erfurt als Fernbahnhof mitten in Thüringen ein prima Umsteigeort für Fahrten nach Norden und Süden. Für die Saalebahn sehe ich da keine Perspektive, höchstens für den Fremdenverkehr, denn es ist landschaftlich eine schöne Strecke.
26.09.10 - 22:15
ali
Kurz und bündig. Ich komme auch aus EF und muß Bernhard nervt recht geben. Wenn man bedenkt das die trasse auch schon vor 10 jahren angefangen wurde..
24.09.10 - 08:54
Bernhard nervt
Hallo Bernhard, ich fasse mal Ihre Argument zusammen: die MDV ist nicht ausbauwürdig wegen der schlechten Trassierung und weil es heute dort keine Nachfrage gibt. Eine unsinnige Argumentation, denn eine aktuell schlechte Nachfrage sagt nichts über das Potential aus, insbesondere, wenn wenn das aktuelle Angebot unterirdisch ist (wie Sie selbst bildreich beschreiben). Beim Potential betonen Sie dann bei der NBS die Metropolen, während Sie das der MDV auf 100.000 Glauchauer reduzieren. Warum tun Sie das? Die MDV verbindet vergleichbare Potentiale, nämlich mit dem Ruhrgebiet und dem Sachsendreieck die größte deutsche mit der sechstgrößten deutschen Metropolregion (zum Vergleich: Berlin und München stehen auf Rang 2 und 5). Der einen Verbindung wollen Sie 8 Milliarden gönnen (und dabei nicht darauf achten, ob das unterm Strich noch wirtschaftlich ist), der anderen nichts, weil die alte Trassierung schlecht ist (wer hat eigentlich gesagt, dass die Strecke nur auf der alten Trasse ausgebaut werden darf? - das ist auch nur eine Folge eines gewissen Fasses ohne Boden, das alle Mittel an sich reißt). Sie diskutieren auf dem Niveau eines Lokalpatrioten, der eine richtig findet, weil es ihm nutzt, und der das andere ablehnt, weil es das von ihm so herbeigewünschte gefährdet. Kann man machen, aber dann sollte man sich nicht über andere erheben und denen schlechtes Niveau vorwerfen. Ihres ist es nämlich auch.
23.09.10 - 10:13
Bernhard
@Bernhard nervt: Richtig, ich komme aus Erfurt, ursprünglich aber aus Westsachsen (Raum Glauchau-Meerane). Da ich in den frühen 80ern meinen Wehrdienst in Erfurt leisten musste ist mir der Zustand der Bahnstrecke zwischen Erfurt und Glauchau vor der Wende vertraut. Der "D-Zug" brauchte über 3 Stunden für die 140 Tarifkilometer. Da geht das heute schon schneller. Aber eine moderne Strecke, die auch höhere Geschwindigkeiten zulässt, wird sie trotzdem nicht, wie z.B. die Strecke zwischen Gotha und Mühlhausen, das liegt auch an der Streckentopografie. Von Erfurt nach Glauchau sind es 110 km mit dem Auto und 140 km mit dem Zug, muss man da noch was sagen? Der RE fährt ab Gera gen Osten nur aller zwei Stunden, wo ist da Bedarf? Und bedient nach der Zugtrennung in Gößnitz zwei Städte mit über 100.000 Einwohnern, Metropolen wie Berlin und München haben mehrere Millionen Einwohner. Das ist wie mit den Parkhäusern in Erfurt, für die anfangs kein Bedarf gewesen sein sollte..... Mancher Bedarf bildet sich erst, wenn ein Angebot da ist, schaun wir mal.
22.09.10 - 14:19
Bernhard nervt
Ach, Sie kommen aus Erfurt. Da will man natürlich nicht hören, dass die schöne Neubaustrecke unwirtschaftlich ist. Warum müssen Sie aber andere Thüringer Strecken madig machen? Reicht es Ihnen als Hauptstädter nicht aus, Milliarden in den Arsch geblasen zu bekommen, weswegen an anderer Stelle ganze Regionen auf Jahre hinaus keine Aussicht selbst auf kleinste Verbesserungen mehr haben und nichtmal das heutige Niveau gehalten werden kann? Ihrer ausweichenden Antwort entnehme ich, dass Sie sehr wohl wissen, welches Potential eine Mitte-Deutschland-Verbindung hat, nicht umsonst ist deren NKV deutlich höher als das der Erfurter NBS und nicht umsonst ist die A4 eine der dichtestbefahrenen Autobahnen in Deutschland. Im übrigen: ich bin nicht pauschal gegen Neubaustrecken. Aber sie sollten wirtschaftlich sein, keine Zuschußgeschäfte. Das von Ihnen verdammte alte Eisenbahnnetz konnte jahrzehntelang profitabel betrieben werden. Das VDE 8.1, mit 2 Zügen je Stunde tagsüber, wird es garantiert nicht.
22.09.10 - 09:03
Bernhard
@Bernhard nervt: Da müssen Sie schon bei der DB nachfragen, mir ging es vor allem darum, dass hier Projekte madig gemacht werden sollen, die nach meiner Meinung zukunftsweisend sind. Das Gleisnetz der Bahn gilt seit etwa 100 Jahren als "fertig". Auf diesem Niveau ist es auch. Neubaustrecken gab es zu DDR-Zeiten keine, im Gegenteil, durch schadhaften Oberbau kam es immer wieder zu Fahrzeitverlängerungen, die erst nach der Wende schrittweise beseitigt wurden bzw. noch werden müssen. Das macht die Trassen aber nicht moderner. Die Mitte-Deutschland-Verbindung ist so eine Strecke. Allein der Trassenverlauf zwischen Weimar und Glauchau, erst Saaletalquerung, dann die Weiße Elster in Gera und dann der Umweg bei Gößnitz, eine gerade Streckenführung für hohe Geschwindigkeiten sieht anders aus. Da sind der Modernisierung einfach Grenzen gesetzt. Wenn ich mit dem Auto von Erfurt nach Glauchau maximal 70 bis 80 Minuten benötige, der Zug aber, trotz Streckenmodernisierung, 140 Minuten, dann ist das schlicht und ergreifend schlecht. Da wird auch der Ausbau zwischen Gößnitz und Glauchau in den nächsten Jahren nicht viel dran ändern, leider. Warum sperren wir uns gegen neue, schnelle Strecken? Der tendenziöse Bericht gestern bei "ZDF-Reporter" ging in die gleiche Kerbe. Sicher, es ist zu teuer, aber ist es deshalb gleich schlecht?
21.09.10 - 20:44
Bernhard nervt
@Bernhard: Schön, dass Sie Niveau in die Diskussion bringen wollen. Bitte fangen Sie doch mal bei sich selbst an. Folgende Behauptungen sind, sagen wir, gewagt, und ich würde es begrüßen, wenn Sie den Lesern Fakten dazu nennen können: - die Mitte-Deutschland-Verbindung wird total überschätzt: welche Wirtschaftsräume und wieviele Einwohner erreicht die MDV, wieviele die Werrabahn? Könnte auf dem leeren Abschnitt ein Zusammenhang zwischen Zustand der Strecke/Angebot und Nachfrage bestehen? - die Saalbahn ist ein Witz: Welchen Vorteil bei den Steigungsverhältnissen sehen Sie denn (Saalbahn vs. NBS, in Promille bitte). Wie hoch ist die Vmax von SPNV und SPFV auf der Saalbahn? Gibt es beim ICE einen Fahrzeitunterschied mit und ohne GNT? Welchen genauen Einfluß hat die Länge eines Wagens auf die Vmax? - Mit welchem Güterzugpotential wurde die NBS begründet und welches Potential sehen Sie? Ehrlich antworten!
21.09.10 - 18:33
Werner Klingbiel
Nachdem der Landeschef zur Autoindustrie abgewandert ist, darf die Bahn endlich die Wahrheit sagen. Sinn machen nur Fahrzeiten, die knapp unter einer Stunde oder einem vielfachen davon liegen, z. B. 3,45 Std. Nur so sind Anschlüsse gewährleistet. Thüringen hängt sich selbst ab, wenn nicht die Politik endlich offensiv und nicht nur dem auf geduldigem Papier eines Koalitionsvertrages den Lückenschluß Eisfeld - Coburg aber auch Sonneberg - Burggrub - Probstzella angeht. Nur so kann Südthüringen über das früher thüringische Coburg an den ICE angeschlossen werden und nur so wird es folglich auch genügend Fahrgäste für Erfurt und eine schnelle Verbindung über Sonneberg nach Jena und Naumburg geben.
21.09.10 - 17:32
Bernhard
Das Niveau der Postings hier nervt. Der neue Bahnhof ist ein Schmuckstück, auch wenns auf den Bahnsteigen ein wenig zugig ist. An den alten, versifften mit dem vergammelten Inselgebäude und der stinkenden Anlieferungszone im Bahnhofstunnel mag ich nur ungern zurück denken. Die Sprinter finde ich gut, wenn es als Ergänzung ICE gibt, die mehrfach halten, wie z.B. auch in Coburg. So gibt es dann schnell und ganz schnell. Vielleicht denkt man bei der Bahn dann noch mal über einen Ausbau der Werrabahn nach mit Verlängerung nach Coburg, das würde einen ganzen Wirtschaftsraum erschließen. Meines Erachtens wird die Mitte-Deutschland-Verbindung total überschätzt. Interessant ist die Verbindung von Jena nach Erfurt, weiter östlich wird die Bahn deutlich leerer und ohne Semesterticket wäre sie vermutlich bedeutungslos. Die Saalebahn für den Fernverkehr ist doch ein Witz. Trotz Elektrifizierung bleibt es eine alte, kurvenreiche Strecke, die zudem noch erhebliche Steigungen hat, da kommt der ICE oft nicht mal auf 80 km/h, das kann jeder Regionalzug besser, weil er kürzere Waggons hat. Die Neigetechnik bringt bei den engen Kurven gar nichts, nicht umsonst spricht man vom bogenschnellen Fahren! Ein Ausbau der Saalestrecke wäre einem Neubau gleich gekommen und wie gut sich Tunnel im Schiefergebirge realisieren lassen würden weiß ich auch nicht. Es läßt sich trefflich über politische Entscheidungen streiten, aber vielleicht sind hier auch Trassenführung u n d Anschluss von Erfurt verknüpft worden. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fertigstellung, wobei für mich die schnellere Anbindung nach Norden wichtiger ist als die Verbindung nach München. Außerdem darf die Nutzung als Güterzugtrasse nicht vergessen werden!
21.09.10 - 16:07
ubahnfahrn
Wenn OSTthüringen von der Landesregierung nicht beachtet wird, einfach nach WESTSachsen umgemeinden lassen :)
21.09.10 - 09:40
Olaf Koschlowski
@tegevau: Schön das es noch denkende Menschen in Thüringen gibt. Ich fahre gern Zug, entspannter kann man kaum reisen. Und wenn ich nach München will, dann fahre ich einfach von Jena/Paradies anstatt von EF und spare mir eine Stunde Fahrzeit & das umsteigen in Fulda. Aber Flexibilität ist in Thüringen ja eher ein Fremdwort.
20.09.10 - 21:14
tegevau
Nur mal als Anmerkung. Die Strecke dient der schnellen Verbindung von Berlin nach München. Das sollte man nicht vergessen. Das Erfurt an dieser Strecke liegt, ist politisch gewollt, aber für eine Punkt-zu-Punkt Verbindung nicht relevant. Wenn dann stündlich ein ICE pro Richtung hält, kann Erfurt sehr zufrieden sein. Was soll das jammern?? Selbst schon mal Bahn gefahren??? Grüße aus Sömmerda, hier hält nie ein ICE
20.09.10 - 20:10
Klaus
Man glaubt es kaum - Thüringen wird in diesen klammen Zeiten bestmöglichst an den Hochgeschwindigkeitsverkehr angeschlossen und kommt mächtig schneller in alle Ecken der Republik und Sie posten, dass die Sprinter nicht in Erfurt halten. Geht's noch? Ein passende Überschrift wäre gewesen: Erfurt wird zur zentralen Hochgeschwindkeitsdrehscheibe in Ostdeutschland
20.09.10 - 19:33
tegevau
Schrecklich!!! In vielleicht 7 Jahren will die DB 2 oder 3 ICE am Tag in Erfurt durchfahren lassen. Da sehen sich einige notorische Nörgler bestätigt, das Schnellfahrstrecken für die Bahn nichts bringen. Das sind wohl die Leute, die nie Bahn fahren, Züge nur vom erzählen kennen, und sonst nur das Flugzeug als Verkehrsmittel toll finden. Die Sprinterzüge dienen dann der Punkt-zu-Punkt von Berlin und München. Solche Züge haben nicht!! unterwegs zu halten und schon gar nicht in Erfurt. Es liegt nur an der Unfähigkeit der DB, das solche Züge nicht häufiger fahren. In anderen Ländern sind solche Züge völlig normal, wie einige TGV Verbindungen in Frankreich oder der AVE in Spanien. Solche Züge haben auch dafür gesorgt das Fluglinien komplett eingestellt wurden. Und warum? Weil sie ohne Zwischenhalt fahren und nicht an jeder Milchkanne anhalten!!! Schönen Tag noch.
20.09.10 - 17:13
Olaf Koschlowski
WTF?! "Der ICE Sprinter ist die ideale Verbindung zwischen Deutschlands Metropolen." siehe: http://www.bahn.de/p/view/service/zug/fahrzeuge /ice_sprinter.shtml "Nach einigen Definitionen liegt die Einwohnerzahl von Metropolen zwischen 1 und 10 Millionen." siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Metropole Erfurt mit seinen 200.000 Hanseln ist eben keine Metropole und deshalb hält der Sprinter dort auch nicht an. So einfach ist das. Ende der Diskussion.
20.09.10 - 16:21
Gerd Behrenss
Das ist doch mal was Neues! Wäre gut, wenn all die Prestigestrecken-Herbeter der Nachwendezeit inkl. gewesener alter Ministerpräsidenten freudig zum ICE in Erfurt spurten - und der fährt durch! Dann erleben sie, was 90 Prozent der Thüringer von der Trasse haben: nichts.
20.09.10 - 14:09
ROFL
"Ärgerlich für Thüringen, das große Summe aus dem eigenen Verkehrsetat in den Streckenbau investiert: Die schnellsten ICE über die Neubaustrecke fahren durch, halten nicht einmal in Erfurt." LOL, ROFL!!!!!11!1!!!! Diesen Nulpenpack rund um Althaus ist einfach nur lächerlich.
19.09.10 - 17:38
Altenburg
Die mitteldeutschlandlinie kostet übrigens nur 900 Millionen Euro bis einschließlich NRW. Altenburger hätten sie lieber gesehen, als die ICE Strecke. Aber mit trautvetter reden oder der landesentwicklungsgesellschaft?(schmunzel) Sind wir mal ehrlich, wir sind dankbar, dass das gute stueck ICE Strecke nicht unsere Landschaft durchpfluegt. Das nette Erfurt hat hier geschrieen. Gut so. Nach den 500 Mio aus allen thueringer Regionen für den Anschluss von Erfurt ist fuer eine weitere mitteldeutschlandstrecke kein Geld da. Altenburgs Verbindung nach Berlin und muenchen, wie auch nach London, sind ok. Dank den Sachsen und der Tatsache, dass Altenburg anders als Erfurt in Mitteldeutschland liegt. 100000 im altenburger Land finden Investitionen in Infrastruktur zur Schaffung von arbeitsplaetzen gut. Das einzige, was in Erfurt fehlt, ist ein Landeplatz für die NASA - carius wird doch nicht?
19.09.10 - 15:07
Furbi
Hallo, ich würde vorschlagen, dass man sich mal mit Alternativen zur DB befasst. Es gibt mit dem ALEX in Bayern und dem InterConnex (Leipzig-Berlin-Warnemünde) attraktive private Anbieter. Etwas Ähnliches könnte ich mir gut auf der Saale-Bahn vorstellen. Von Berlin nach Nürnberg müsste es eine stündliche Verbindung geben, die nur in den größten Städten hält - vielleicht ist bis 2017 ja sogar die Neigetechnik ausgereift... evtl könnte man sogar auf den - auch für Studenten bezahlbaren - IC zurückgreifen.
19.09.10 - 13:01
der Realist
Die Planung ist ja wohl ein Witz. Hier werden doch direkt von Anfang an schnelle Fahrzeiten verhindert. Warum müssen die Züge, die auf einer Seite die schnellen Verbindungen haben (über Ingolstadt und Halle) auf der anderen Seite jeweils mit einer der langsamen Verbindungen (über Augsburg und Leipzig) kombiniert werden. So hat das doch keinen Sinn. Es muss ein Stundentakt her, nur mit folgenden Halten: München (kein Halt in Ingolstadt), Nürnberg, Erfurt, Halle, Berlin. Zur Ergänzung kann man dann gerne noch Züge über Augsburg und Leipzig anbieten
19.09.10 - 10:31
udlich
Habt Ihr nun davon, von der sinnlosen Investition in die ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke. Hätte man lieber das Geld in die Mitte-Deutschland-Schienenverbindung investiert, dann würde ganz Thüringen davon profitieren. Jetzt bekommt man eine Schnellverbindung Berlin-München und die schnellen Sprinter halten nicht mal in Erfurt. Da fällt mir unweigerlich ein Plakat der BVB Fans ein und treffender könnte man es nicht auf den Punkt bringen: "Nicht anfassen - nur gucken!" Bravo - Thüringer Verkehrsministerium! Ist halt so. Wer nicht hört muss eben fühlen!
19.09.10 - 08:45
Frank
UNGLAUBLICH!!! Wieviele Milliarden werden da versenkt? Damit die Bahn (die ja nun mal die Bahn ist) mit dem FLUGZEUG konkurriert? Aber wenn dann keiner einsteigen kann, dann ists doch egal, ob sie so schnell wie ein Flugzeug fahren kann. Ich finde das setzt dem Ganzen die Krone auf! Erst wird - wie auch hier geschrieben - die Saaletalfernverbindung der Bahn wegrationalisiert - auf Raten ("Tagesrandlagen"). Und nun wird Erfurt selber von den schnellsten Zügen ausgeschlossen... Ich höre noch die Ansagen der Politiker aus dem Landes/Kommunal-Wahlkampf "wir werden für schnelle Sprinter nach Erfurt einsetzen" - das übrigends aus diversen Fraktionen. Nach dieser kürzlich veröffentlichten Studie (http://www.oxford-business-news.com/node/18331) würde es sich nach wie vor finanziell sehr lohnen, das Projekt zu stoppen, wenn man sich nur TRAUEN würde einmal eine Entscheidung zu treffen! Der akuelle Zustand ist doch nicht schlecht. Berlin - Frankfurt über Weimar, Erfurt. Berlin - München über Jena. Es ist doch nicht verwefliches, wenn man einen Planungs-Fehler eingesteht bzw. die Planung an den aktualsierten realen Bedarf - unter Berücksichtigung des Kapitaleinsatzes(!) anpasst. Es gäbe hier sicher VIELE Möglichkeiten, das Geld sinnvoller auszugeben. Warum traut sich niemand der Verantwortlichen das zu tun? Ist nur der Bahnchef, Herr Grube, alleine verantwortlich? Ich glaube, er ist im Moment in Stuttgart ausgelastet....
19.09.10 - 02:34
lionTX
ich versteh nicht, was die aufregung soll! In 7 Jahren ändert sich noch einiges, und außerdem stellt der sprinter (der auch nur sprinter heißt, weil er zwischendurch nicht hält) nur einen kleinen teil der verbindungen dar. Und eine Alternative zum Flugzeug ist vor allem in Zeiten des Klimawandels unabdingbar. gruß
18.09.10 - 19:10
Adam Bernauer
Gratulation Herr Carius, das ist also das Ergebnis von mehreren Hundert Millionen Euro, die Thüringen in diese Strecke gebuttert hat, obwohl sie eigentlich eine Bundesangelegenheit ist und außer Erfurt kaum jemand in Thüringen davon profitiert. Wir werden das erste Flächenbundesland sein, das nur noch einen einzigen Fernbahnhof hat, unsere Ausgaben im Regionalverkehr explodieren und ganze Regionen werden trotzdem schlechter als vor der Wende erreichbar sein. Dafür können dann die Skaninavier schneller nach Palermo fahren oder so. Als Unternehmenslenker wären Sie eine Niete, mit Landessteuermitteln kann man sowas aber offensichtlich machen. Arme Thüringer Politik...
18.09.10 - 16:30
frank
Klasse, kann man ja den ICE immer anschauen wie er langsam durchrollt durch den Hbf. der für zig Millionen gebaut wurde. Total vertrottelt das Verkehrsministerium, sonnen sich in eitel Sonnenschein und werden überns Tisch gezogen, siehe RyanAir in Erfurt, bitte-für was braucht Erfurt nen Flugplatz und ICE-Bahnhof. Was solls, raus mit den Milliarden für neue Brücken und Tunnel im Thüringer Wald, in 50 Jahren gibt das sehr gute Wanderwege.
18.09.10 - 12:16
Rolf-Dieter Großmann
Ein Glück, dass Erfurt für Millionen einen neuen ICE-Bahnhof gebaut hat. Gratulation an die strategischen Planer!!!
18.09.10 - 12:05
nerz
Man kann es nicht fassen:Einen überdimensionalen Bahnhof aus dem Boden stampfen,den keiner braucht! Eine unnütze neue ICE-Trasse,die die Stadt in 2 Hälften teilt,und deren Züge sich Otto-Normalverbraucher nicht leisten kann!!Zum Schluß kommt heraus,daß Erfurt nur Durchgangsgleis wird.Wer hier jetzt in dieser Postille noch schreibt,daß Stuttgart 21 gebaut werden sollte,der sollte noch mal in die Schule gehen oder zumindest mal den "Spiegel" der letzten Woche nachschlagen sowie das Denken nicht vergessen!!
18.09.10 - 09:56
Steffen
Wenn diese sinnlose neue Strecke schon gebaut wird um dieses Nest das sich Landeshauptstadt nennt als Bahnknoten aufzublasen sollen die Züge auch halten, ansonnsten diese sinnlose neue Strecke sofort einstellen! Wir Ostthüringer dürfen dann mit der RB immer nach EF tingeln und dann ist sicher kein Anschluß gewährt. PRO Saalebahn und J und SLF!!!
18.09.10 - 08:54
GRüZe
Der Plan der Landesregierung: Erfurt über Alles und als Konsequenz wird Osttühringen vom Bahnverkehr abgekoppelt. Der Plan der Bahn: In einer bedeutungslosen Möchtegernmetropole halten wir nicht. So ist´s recht. Strafe muss sein!
18.09.10 - 01:19
Wiesel
Hallo, selbst die ICE-Sprinter sollten in Erfurt halten! Der Halt in Erfurt würde eine Fahrzeitverlängerung von maximal 8-10 Minuten bedeuten, denn selbst ein in Erfurt durchfahrender ICE kann nicht mit Höchstgeschwindigkeit durch den Erfurter Bahnhof fahren. Also Bremsen und dann wieder Beschleunigen, da kommen auch die Sprinter nicht drumherum! Der Wiesel